Schulhund-Ausbildung in Rheinland-Pfalz
(Schulhund-RLP-Team)

Die Tierpsychologische Hundeschule Marschall bietet im Bereich der tiergestützten Pädagogik seit mehr als 10 Jahren die besondere und intensive Ausbildung zum Schulhund-RLP-Team für Kindergärten, Grund- und Förderschulen sowie weiterführende Schulen an.

Unser kompakter Schulhund-RLP-Ausbildungskurs entspricht den Ausbildungsempfehlungen des Arbeitskreises Schulhund Rheinland-Pfalz und somit auch dem Pädagogischen Landesinstitut RLP. Der Kurs ist vom Pädagogischen Landesinstitut RLP den dienstlichen Interessen dienend anerkannt.

Ziel ist ein souveränes Team (Hund + Pädagoge/Erzieher/Schulsozialarbeiter), das sicher, freundlich und kontrolliert in Kindergärten und Schulen arbeiten kann – ohne Überforderung des Hundes.

Kurzüberblick

  • Ausbildungsdauer: 9 Monate
  • Team-Konzept: Der Hund arbeitet nicht allein, sondern immer zusammen mit seiner Bezugsperson als festes Team.
  • Startvoraussetzung: Eignungstest vorab (Schulhund-RLP-Eignungstest).
  • Grundniveau: Gehorsam auf Begleithunde-Niveau (Begleithunde-Prüfung als Voraussetzung zur Prüfung).
  • Einsatzformen: Klassenhund im Unterricht, Lesehund, Schulhund-AG, Sachkundeunterricht.
  • Zielgruppe: Pädagogen, Erzieher, Schulsozialarbeiter (beruflicher Einsatz).

Mögliche Einsatzbereiche nach der Ausbildung

  • Kindergärten / Kindertagesstätten (Klassenhund)
  • Grundschulen
  • Förderschulen
  • Weiterführende Schulen
  • Lese-AG / Lesehund
  • Schulhund-AG
  • Sachkundeunterricht (lebendiges Anschauungsobjekt)

Warum eine fundierte Ausbildung wichtig ist

Hunde werden immer häufiger als Co-Pädagogen in Kitas und Schulen eingesetzt. Oft werden ungeschulte und ungeprüfte Hunde eingesetzt, die mit ihrer Aufgabe überfordert sind. Um dies zu verhindern, ist eine fachkundige und intensive Ausbildung von Schulhunden unbedingt erforderlich.

Der Hund soll seiner Aufgabe als Schulhund-RLP gerecht werden, aber sein Einsatz darf nie zu seinen Lasten gehen.
Dies ist uns ein besonderes Anliegen.

Bedingungen zur Teilnahme (Eignungstest 2026)

Eignungstest / Eignungsbeurteilung

Vor der Teilnahme am Schulhund-RLP-Ausbildungskurs findet ein Eignungstest statt: theoretische Einleitung zum Schulhund-RLP-Kurs, Eignungstest und individuelle Beurteilung des Hundes bezüglich der Tauglichkeit zum Schulhund-RLP.

Nächster Termin

  • Fr., 30.01.2026 – 14:00 – 17:30 Uhr
  • Fr., 27.02.2026 – 14:00 – 17:30 Uhr

Kosten & Zahlung

  • 80 € pro Mensch-Hund-Team
  • Bitte rechtzeitig vorab überweisen (eine Woche vorher)

Bitte fordern Sie zuerst die Ausbildungsunterlagen für den Kurs 2026 an und melden Sie sich erst nach deren Durchsicht zum Eignungstest an.

  • Vorherige Anmeldung
  • Versicherungsbestätigung zur Hundehalter-Haftpflichtversicherung
  • Aktuelles Gesundheitszeugnis (nicht älter als 21 Tage)
  • Fristgerechte Zusendung der Unterlagen per Mail (eine Woche vorher)
  • Hundedecke
  • 1–2 Spielzeuge
  • Kurze Leine, Halsband
  • Leckerchen
  • Wasser für den Hund

Erklärung der Ausbildung & Ablauf

Was ist ein Therapie-Besuchshund-Team?

Ein Therapie-Besuchshund tritt nicht „allein“ auf: Der Hund arbeitet immer zusammen mit seiner Bezugsperson als festes Team. Der Mensch trägt im Einsatz die Verantwortung – für die besuchten Personen, für den Ablauf und vor allem für das Wohl des Hundes.

In Rheinland-Pfalz werden Schulhunde als Co-Pädagogen im Unterricht eingesetzt. Der Schulhund tritt nicht allein auf, sondern arbeitet immer zusammen mit seiner Bezugsperson (z. B. Pädagoge, Erzieher oder Schulsozialarbeiter) als festes Team.

Der Einsatz erfolgt eingebettet in ein pädagogisches Konzept und zielt auf langfristige, stabile Wirkung im Schulalltag ab.

Der Schulhund-RLP kann vielseitig eingesetzt werden, z. B. als:

  • Klassenhund im täglichen Unterricht zur Begleitung und Unterstützung des Klassenlehrers
  • Lesehund zur aktiven Einbindung in den Unterricht
  • AG-Hund in einer Schulhund-AG
  • Anschauungsobjekt im Sachkundeunterricht
  • Behutsame Heranführung von Kindern an das Thema Hund
  • Erfahrungssammlung im positiven Umgang mit Haustieren

Der Hund wird im Klassenraum nicht sich selbst überlassen, sondern geführt und kontrollierbar gehalten. Ein zentrales Element ist die bewusste Trennung von Ruhephasen (auf der Decke) und aktiven Phasen (gezielte, angeleitete Interaktion) – so entsteht Wirkung ohne Dauerstress.

Die Hunde werden an der Leine geführt und sind zu jedem Zeitpunkt kontrollierbar. Selbst in den Ruhephasen bleibt die Anwesenheit des Hundes nicht ohne Wirkung. Durch seine bloße Präsenz auf der Ruhedecke sorgt er für Ruhe und Entspannung im Klassenraum. Die Kinder sind mit Konzentration bei der Sache.

Dieses Konzept entspricht unserem Verständnis von Verantwortung – Verantwortung für die Schüler, für den Hund und selbstverständlich auch für den Pädagogen.

Die intensive Ausbildungszeit beträgt 9 Monate. Erwachsene Hunde und deren Besitzer werden zu souveränen Schulhund-RLP-Teams ausgebildet.

Die Ausbildung ist stufenweise aufgebaut und führt Hund und Halter realitätsnah an typische Situationen in Kindergärten und Schulen heran. Trainiert wird ruhig, konsequent, mit klaren und fairen Regeln, gewaltfrei und mit positiver Verstärkung.

Die Hunde werden nicht instrumentalisiert, sondern als Individuen angesehen und so behandelt. Sie dürfen bleiben, was sie sind, nämlich Hunde!

Die Hundebesitzer werden in Theorie und Praxis geschult und intensiv an ihre zukünftigen Aufgaben herangeführt.

Um den Schulhund regelmäßig einsetzen zu können ohne ihn dabei zu überfordern, muss der Besitzer lernen, seinen Hund zu lesen. Kleinste und fast unscheinbare körpersprachliche Signale geben Aufschluss darüber, wie es dem Hund im jetzigen Augenblick geht, ob er gestresst ist oder ob ihn die Situation beginnt zu überfordern.

Der Besitzer trägt in den Einsätzen die Verantwortung für das Wohl seines Hundes. Er muss z.B. entscheiden, ob eventuell ein Einsatz frühzeitig beendet werden muss, weil die aktuelle Situation zu anstrengend für den Hund ist.

Dies alles hat zum Ziel, dass auch der Hund Freude an seiner „Arbeit“ hat und auch er einen Gewinn aus seiner sozialen Aufgabe ziehen kann.

Praktische Einsätze

Die praktischen Trainingseinheiten – Hospitationen und erste praktische Schulhund-Einsätze – finden in unterschiedlichen Schulen statt, schwerpunktmäßig vor Ort in verschiedenen Grundschulen.

Ein Teil des Kurses findet donnerstags im Nachmittagsunterricht der jeweiligen Grundschule statt. Einer Beurlaubung wird in der Regel zugestimmt.

Die theoretische und praktische Prüfung zum Schulhund-RLP-Team findet ebenfalls in einer Grundschule statt und beschließt den Schulhund-RLP-Ausbildungskurs.

Nach dem Eignungstest werden die Hunde in der stufenweise aufgebauten Ausbildung an ihre Tätigkeiten in Kindergärten, Grund-, Förder- sowie weiterführenden Schulen herangeführt.

Alle Übungen und Tests sollen von den Hunden souverän und ohne massive Stressanzeichen durchlaufen werden.

Ausschlusskriterien:

  • Aggressives Verhalten: Führt zu sofortigem Ausschluss
  • Ängstliches Verhalten: Zeigt Überforderung und Ungeeignetheit

Nicht jeder liebenswürdige Hund ist zum Schulhund-RLP geeignet. Der Anspruch ist hoch und wird nicht von jedem Hund regelmäßig erfüllt. An die Hunde werden hohe Anforderungen gestellt, auf die sie intensiv vorbereitet und überprüft werden.

Damit wir uns in der Schulhund-RLP-Ausbildung voll und ganz auf die Vermittlung der besonderen Fertigkeiten eines Schulhundes und die Besonderheiten seiner Einsatzbereiche konzentrieren können, setzen wir voraus, dass der zukünftige Schulhund bereits über einen Grundgehorsam auf dem Niveau der Begleithunde-Prüfung verfügt.

Die Begleithunde-Prüfung (VDH e.V.) ist zur Zulassung zur Schulhund-RLP-Prüfung erforderlich und kann parallel vorbereitet/abgelegt werden.

Warum Hundeschule Marschall?

  • Anerkannte Ausbildung: Unser Schulhund-RLP-Kurs ist vom Pädagogischen Landesinstitut RLP den dienstlichen Interessen dienend anerkannt und entspricht den Ausbildungsempfehlungen des Arbeitskreises Schulhund Rheinland-Pfalz.

  • Erfahrung & Fokus: Strukturierte und intensive Ausbildung von Schulhund-RLP-Teams seit mehr als 10 Jahren.

  • Praxisnah: Training und Prüfung finden schwerpunktmäßig in Schulen (u.a. Grundschulen) unter realen Bedingungen statt.

  • Haltung: Artgerecht, strukturiert, konsequent und liebevoll; der Hund darf „Hund bleiben“ und wird mit seinen individuellen Bedürfnissen ernst genommen.

  • Verantwortung: Der Einsatz darf nie zu Lasten des Hundes gehen; der Besitzer lernt, Stresssignale zu erkennen und im Zweifel Einsätze zu beenden.

  • Qualitätssicherung: Jährliche Rezertifizierung nach bestandener Prüfung (praktische Überprüfung vor Ort in einer Kooperations-Schule) zum Schutz von Hund, Pädagogen und Kindern. Der Arbeitskreis Schulhund Rheinland-Pfalz empfiehlt ausdrücklich eine regelmäßige Rezertifizierung!

  • Klare Abgrenzung: Es werden ausschließlich Teams (Familienhund + Bezugsperson) ausgebildet; keine stationäre Ausbildung; kein Verkauf oder Verleih fertig ausgebildeter Schulhunde.

  • Zielgruppe: Speziell für Pädagogen, Erzieher und Schulsozialarbeiter, die mit ihrem Hund zu einem echten Team zusammenwachsen und den Hund in den beruflichen Alltag integrieren möchten.

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Häufig gestellteFragen

Allgemeines & Einordnung

Ein Schulhund-RLP-Team besteht aus dem Hund und seiner Bezugsperson (z. B. Pädagoge, Erzieher, Schulsozialarbeiter), die gemeinsam die intensive Ausbildung durchlaufen haben. Der Schulhund wird als Co-Pädagoge im Unterricht eingesetzt und arbeitet immer zusammen mit seiner Bezugsperson.

Nein, ein Schulhund-RLP arbeitet immer gemeinsam mit seiner Bezugsperson als festes Mensch-Hund-Team. Der Hund tritt niemals alleine auf.

Die Ausbildung richtet sich an Pädagogen, Erzieher und Schulsozialarbeiter, die mit ihrem Hund gemeinsam diese intensive Ausbildung durchlaufen möchten, um mit ihm zu einem wirklichen Team, basierend auf Bindung und Vertrauen, zusammenzuwachsen und den Hund in den beruflichen Alltag zu integrieren.

Ja. Unser Schulhund-RLP-Kurs ist vom Pädagogischen Landesinstitut RLP den dienstlichen Interessen dienend anerkannt und entspricht den Ausbildungsempfehlungen des Arbeitskreises Schulhund Rheinland-Pfalz.

Arbeitskreis Schulhund Rheinland-Pfalz: https://www.schulhund.bildung-rp.de/

Der Arbeitskreis ist als Service-Einrichtung an das Pädagogische Landesinstitut des Landes Rheinland-Pfalz angebunden und inhaltlich beauftragt durch das MBWWK.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • Kindergärten / Kindertagesstätten
  • Grundschulen
  • Förderschulen
  • Weiterführende Schulen
  • Lese-AG oder Hunde-AG
  • Sachkundeunterricht
  • Als Ergänzung zum Unterricht

Wirkung & Nutzen („Warum das Ganze?“)

Der Schulhund-RLP trägt – bereits durch seine bloße Anwesenheit – zu einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit bei.
Er lenkt nicht vom Unterricht ab, sondern sorgt vielmehr für eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre.

Von den Kindern wird der Schulhund als ein vollwertiges Mitglied der Gruppe anerkannt und behandelt. Die Kinder übernehmen Verantwortung für ihn, was sich positiv auf das Sozialverhalten der Kinder auswirkt.

Darüber hinaus bringt der Schulhund Freude in den Schulalltag und steigert die Motivation und Lernbereitschaft der Kinder. Insbesondere an Grund- und Förderschulen stellt der Einsatz eines Schulhund-RLP-Teams eine Bereicherung des Schulalltags dar.

Der Schulhund-RLP fördert:

  • Empathie
  • Rücksichtnahme
  • Selbstvertrauen
  • Abbau von Ängsten
  • Reduzierung von Aggressivität
  • Motivation zur Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Konzentrationsfähigkeit des einzelnen Kindes

Hunde können mit ihrer bloßen Anwesenheit „Türen öffnen“ und „Brücken bauen“. Sie unterstützen somit die Gesprächsbereitschaft der Kinder – sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen. Sie sind unvoreingenommen, bewerten nicht und nehmen jeden Menschen so, wie er ist.

Ein Schulhund-RLP:

  • Schenkt Aufmerksamkeit
  • Hört zu
  • Sucht Nähe und Körperkontakt
  • Versprüht positive Energie
  • Ist stets gut gelaunt
  • Nimmt jedes Kind so wie es ist
  • Ist unvoreingenommen
  • Bewertet und beurteilt nicht
  • Ist offen und freundlich

Kurz gesagt: Er schenkt Freude!

Des Menschen bester Freund ist bekanntlich der Hund. Er berührt den Menschen im Herzen, stellt sich vorbehaltlos auf ihn ein, will ihm gefallen und liebt ihn bedingungslos.

Dass der Hund dies auf eine ganz natürliche Art und Weise, echt und unverblümt schafft – mit einer Natürlichkeit, die in der heutigen Gesellschaft immer mehr abhanden kommt. Wir möchten Kindern den Kontakt zu einem solch wertvollen Kommunikationspartner ermöglichen.

Motivation & Haltung (Philosophie)

Die Bedeutung des Hundes als Co-Pädagoge und die daraus erwachsenden Möglichkeiten, die der Hund im Unterricht bietet, werden immer mehr erkannt. So kommt es, dass Hunde immer häufiger in Kitas und an Schulen eingesetzt werden.

Oft werden ungeschulte und ungeprüfte Hunde eingesetzt, die mit ihrer Aufgabe überfordert sind. Um dies zu verhindern, ist eine fachkundige und intensive Ausbildung von Schulhunden unbedingt erforderlich.

Der Hund soll seiner Aufgabe gerecht werden, aber der Einsatz darf nie zu seinen Lasten gehen. Das Wohl des Hundes hat absolute Priorität – dies ist der Hundeschule ein besonderes Anliegen.

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht der Hund, den wir als Tier mit seinen arttypischen und individuellen Bedürfnissen und Motivationen wahrnehmen.

Wir Menschen nehmen den Hund in unsere Gesellschaft auf. Unsere Aufgabe ist es, den Hund so zu erziehen, dass er hineinpasst und dabei ein Hund bleiben darf. Wir sollten dies so tun, dass er versteht, was wir von ihm wollen und erwarten.

Er lässt uns Mensch sein und wir sollten ihn Hund sein lassen. Nur unter Berücksichtigung seiner Bedürfnisse kann der Hund artgerecht und zufrieden im „Menschenrudel“ leben.

Der Besitzer trägt die Verantwortung für das Wohl des Hundes. Er muss Stress/Überforderung erkennen (auch an kleinsten körpersprachlichen Signalen) und ggf. entscheiden, einen Einsatz frühzeitig zu beenden, weil die aktuelle Situation zu anstrengend für den Hund ist.

Die Hundebesitzer benötigen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen – zum einen bezüglich ihres Hundes, zum anderen bezüglich ihres Umfeldes, denn der Einsatz als Schulhund-RLP soll niemals auf Kosten des Hundes gehen.

Das Ziel sind intensiv ausgebildete Hunde mit einer hohen Toleranzschwelle und deren fachkundige Besitzer, die nach erfolgreichem Abschluss der Schulhund-RLP-Ausbildung ihren Hund im schulischen Alltag einsetzen.

Dies alles hat zum Ziel, dass auch der Hund Freude an seiner „Arbeit“ hat und auch er einen Gewinn aus seiner sozialen Aufgabe ziehen kann.

Voraussetzungen & Eignung (Hund)

Es empfiehlt sich, mit Hunden ab einem Alter von 12 Monaten die Schulhund-RLP-Ausbildung zu beginnen. Vorher sollten die Weichen in Richtung Schulhund gestellt werden. Das bedeutet, dass in den Monaten zuvor das Augenmerk auf den Gehorsam und den positiven Umgang mit Menschen und Artgenossen gerichtet wird.

Nein. Es gibt keine pauschalen Regeln, die darüber entscheiden, ob ein Hund zum Schulhund-RLP geeignet ist. Wir denken nicht in Rassen, sondern in Charakteren und Wesenseigenschaften.

Die Individualität jedes einzelnen Hundes entscheidet darüber, ob er das Rüstzeug mitbringt, um ein guter Schulhund- RLP zu werden.

Ihr Hund kann ein Mischling sein, er muss keiner besonderen Rasse angehören oder eine Mindest- bzw. Maximalgröße besitzen. Der spätere Einsatzbereich als Schulhund-RLP ist mitentscheidend.

Zu Beginn des Schulhund-RLP-Ausbildungskurses sollte die Grundausbildung des Hundes weitestgehend abgeschlossen sein und sich auf dem Niveau der Begleithunde-Ausbildung befinden oder bereits mit der erfolgreich abgeschlossenen Begleithunde-Prüfung abgerundet sein.

Das Ausbildungsniveau jedes einzelnen Mensch-Hund-Teams wird zu Beginn des Schulhund-RLP-Ausbildungskurses im Eignungstest über den erzieherischen Ist-Zustand ermittelt.

Sollte Ihr Hund gewisse Anforderungen noch nicht erfüllen, so bedeutet dies natürlich nicht, dass er als Schulhund-RLP ungeeignet ist. Auch Hunde im erwachsenen Alter können sich noch weiterentwickeln und vieles dazulernen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, sich und Ihren Hund in Form von Einzel- oder Kursstunden auf den Eignungstest vorzubereiten. Umso früher Sie das Verhalten Ihres Hundes in die richtigen Bahnen lenken, desto besser.

Aggressives Verhalten: Keinesfalls dürfen die Hunde Anzeichen von aggressivem Verhalten zeigen. Dies würde zu
einem sofortigen Ausschluss führen.

Ängstliches Verhalten: Die Hunde dürfen bestimmten Situationen ausweichen, aber kein ängstliches Verhalten zeigen.
Ängstliches Verhalten würde zeigen, dass der Hund mit diesen Situationen überfordert ist und als Schulhund-RLP
ungeeignet ist.

Der Einsatz des Schulhundes darf nicht auf dessen Kosten gehen, denn nicht jeder liebenswürdige Hund ist zum Schulhund-RLP geeignet.

Der Anspruch an solch einen Hund ist hoch und wird nicht von jedem Hund regelmäßig erfüllt. An die Hunde werden hohe Anforderungen gestellt, auf die sie intensiv vorbereitet und überprüft werden.

Das Wohl des Hundes steht im Fokus und erhält damit eine wichtige Bedeutung, bevor wir mit der Ausbildung zum Schulhund-RLP beginnen.

Das bedeutet, es werden nur Hunde zur Schulhund-RLP-Ausbildung zugelassen, die geeignete charakterliche Grundvoraussetzungen in Bezug auf Belastbarkeit und Sensibilität mitbringen.

Um diese festzustellen, folgt der Eignungstest. Der Eignungstest soll abschließend zeigen, ob der Hund für diese anspruchsvolle Aufgabe ausgebildet werden kann.

Eignungstest – Ablauf & Formalien

Theoretische Einleitung zum Schulhund-RLP-Kurs, Eignungstest und individuelle Beurteilung des Hundes bezüglich der Tauglichkeit zum Schulhund-RLP.

Um diese festzustellen, folgt der Eignungstest. Der Eignungstest soll abschließend zeigen, ob der Hund für diese anspruchsvolle Aufgabe ausgebildet werden kann.

Jeder Hund durchläuft den Eignungstest zur Beurteilung der Charaktere und Wesenseigenschaften.

Damit Sie die detaillierten Schulhund-RLP-Ausbildungsinformationen und die aktuelle Planung für den nächsten Schulhund-RLP-Kurs kennen. Bitte melden Sie sich erst nach deren Durchsicht zum Eignungstest an.

  • Versicherungsbestätigung zur Hundehalter-Haftpflichtversicherung
  • Aktuelles Gesundheitszeugnis (nicht älter als 21 Tage)
  • Die Vordrucke der Formulare finden Sie zum Download

Beides soll eine Woche vorher erfolgen:

  • Kosten: 80 € pro Mensch-Hund-Team – bitte eine Woche vorher überweisen
  • Formulare bitte eine Woche vorher per Mail zusenden

Bitte bringen Sie folgendes Trainingszubehör mit:

  • Hundedecke
  • 1-2 Spielzeuge
  • Kurze Leine
  • Halsband
  • Leckerchen
  • Wasser zum Saufen für Ihren Hund

Voraussetzungen & Prüfungen (Mensch-Hund-Team)

  • Teilnahme am Basisvortrag
  • Erfolgreich absolvierter Eignungstest
  • Erfolgreiche Teilnahme am Schulhund-RLP-Ausbildungskurs
  • Vorlage der bestandenen Begleithunde-Prüfung (VDH e.V.)

Damit wir uns in der Schulhund-RLP-Ausbildung voll und ganz auf die Vermittlung der besonderen Fertigkeiten eines Schulhundes und die Besonderheiten seiner Einsatzbereiche konzentrieren können, setzen wir voraus, dass der zukünftige Schulhund bereits über einen Grundgehorsam auf dem Niveau der Begleithunde-Prüfung verfügt.

Alle am Schulhund-RLP-Kurs teilnehmenden Hunde haben somit ein ähnliches Erziehungsniveau. Kein Hund ist über- oder unterfordert. Dadurch verzichten wir auf ein unnötiges zeitliches Ausdehnen der Ausbildung und reduzieren die Kosten des Schulhund-RLP-Kurses.

Die erfolgreich abgelegte Begleithunde-Prüfung VDH e.V. ist behördlich anerkannt und bescheinigt eine Mindestanforderung an Erziehung und Gehorsam. Dies auch für den ganz normalen Alltag des Mensch-Hund-Teams, der aufgrund des Trainings wesentlich harmonischer wird.

Im Begleithunde-Kurs sowie in der Prüfung erwarten wir nicht, dass die Hunde wie „trainierte Schäferhunde“ laufen. Sie sollen sich ganz normal verhalten. Im Ergebnis haben wir gut erzogene Hunde, die zuverlässig hören und sich zu benehmen wissen.

Ja. Die Begleithunde-Prüfung (VDH e.V.) kann auch parallel zum Schulhund-RLP-Kurs in der Tierpsychologischen Hundeschule Marschall abgelegt werden. Die Hunde-Akademie Mandel e.V. richtet die Begleithunde-Prüfung aus.

Ausbildung – Inhalte, Orte, Abschluss

Die intensive Ausbildungszeit beträgt 9 Monate. Erwachsene Hunde und deren Besitzer werden innerhalb von 9 Monaten zu souveränen Schulhund-RLP-Teams ausgebildet.

Das Ziel sind intensiv ausgebildete Hunde mit einer hohen Toleranzschwelle und deren fachkundige Besitzer, die nach erfolgreichem Abschluss der Schulhund-RLP-Ausbildung ihren Hund im schulischen Alltag einsetzen.

Die Hundebesitzer werden in Theorie und Praxis geschult und intensiv an ihre zukünftigen Aufgaben herangeführt.

Die praktischen Trainingseinheiten – Hospitationen und erste praktische Schulhund-Einsätze – finden in unterschiedlichen Schulen statt, schwerpunktmäßig vor Ort in verschiedenen Grundschulen.

Nur unter Anwesenheit von Kindern kann getestet werden, wie der einzelne Hund reagiert und ob er als Schulhund tauglich ist. Deshalb finden die praktischen Trainingseinheiten in realen Schulsituationen statt.

Ein Teil des Kurses findet donnerstags im Nachmittagsunterricht der jeweiligen Grundschule statt. Einer Beurlaubung wird in der Regel zugestimmt.

Die theoretische und praktische Prüfung zum Schulhund-RLP-Team findet in einer Grundschule statt und beschließt den Schulhund-RLP-Ausbildungskurs.

Nach dem Eignungstest werden die Hunde in der stufenweise aufgebauten Ausbildung an ihre Tätigkeiten in Kindergärten, Grund-, Förder- sowie weiterführenden Schulen herangeführt.

Wir trainieren mit den Hunden ruhig, konsequent, mit klaren und fairen Regeln, gewaltfrei und mit positiver Verstärkung.
Die Hunde werden nicht instrumentalisiert, sondern als Individuen angesehen und so behandelt. Sie dürfen bleiben, was sie sind, nämlich Hunde!

All diese Übungen und Tests sollen von den Hunden souverän und ohne massive Stressanzeichen durchlaufen werden.

Die Ausbildung erfolgt artgerecht, dabei strukturiert, konsequent und liebevoll.

Struktur im Einsatz (Ruhe/Interaktion)

Damit der Schulhund seine positive Wirkung erzielen kann, vermitteln wir den Teilnehmern der Schulhund-RLP-Ausbildung klare Strukturen. Die Hunde werden im Klassenraum nicht sich selbst überlassen, was sie auf Dauer überfordern könnte.

Bewusst unterscheiden wir zwischen Ruhephasen des Hundes, bei denen die Hunde sich auf ihrer Ruhedecke befinden, und aktiven Phasen, bei denen die Hunde gezielt und unter Aufsicht mit den Kindern in Interaktion treten.

Die Hunde werden dabei an der Leine geführt und sind zu jedem Zeitpunkt kontrollierbar. Weil die Interaktion gezielt, unter Aufsicht und sicher gestaltet werden soll – für Kinder, Hund und Pädagogen.

Ja. Selbst in den Ruhephasen des Hundes bleibt seine Anwesenheit nicht ohne Wirkung. Denn durch seine bloße Präsenz auf der Ruhedecke sorgt er für Ruhe und Entspannung im Klassenraum. Die Kinder sind mit Konzentration bei der Sache und die Lehrer können sich mit ungeteilter Aufmerksamkeit den Schülern widmen.

Dieses Konzept entspricht unserem Verständnis von Verantwortung – Verantwortung für die Kinder, für den Hund und selbstverständlich auch für den Pädagogen.

Rezertifizierung (jährlich)

Um die Weiterentwicklung des Hundes in seiner Aufgabe auch nach bestandener Schulhund-RLP-Prüfung zu begleiten und das Mensch-Hund-Team in Zukunft beratend und präventiv zu unterstützen, führt die Tierpsychologische Hundeschule Marschall jährlich eine Rezertifizierung durch.

Diese dient dem Schutz des Hundes, des Hundebesitzers und natürlich den Kindern. Der Arbeitskreis Schulhund Rheinland-Pfalz empfiehlt ausdrücklich eine regelmäßige Rezertifizierung, um Wesensveränderungen rechtzeitig erkennen bzw. verhindern zu können!

Die praktische Rezertifizierung findet vor Ort in einer unserer Kooperations-Schulen statt.

„Was passiert nach der Ausbildung?“

Die Schulhund-RLP-Ausbildung bewirkt, dass sich die Hunde in ihrer Leistung steigern und ein souveräneres Verhalten zeigen.

Das Vertrauen zum Besitzer wächst, da die Hunde langsam und bedacht an die Belastungsübungen herangeführt werden. Sie bekommen die Möglichkeit des Erlebens und des Dazulernens. Sie wachsen mit ihren Aufgaben.

Dies zu beobachten ist für alle Beteiligten immer wieder faszinierend und so mancher Besitzer wird über seinen Hund staunen.

Organisatorisches & Abgrenzung

Wir bilden ausschließlich Schulhund-RLP-Teams aus, bestehend aus einem in der Familie lebenden Hund und seiner Bezugsperson (Pädagoge, Erzieher, Schulsozialarbeiter).

Nein. Es werden keine Hunde zur stationären Ausbildung aufgenommen.

Nein. Es werden keine fertig ausgebildeten Therapie-Besuchshunde verkauft oder verliehen.

Kontakt & nächste Schritte

Sollten wir Sie mit unserer Motivation angesteckt oder neugierig gemacht haben, so freuen wir uns, wenn Sie sich an uns wenden.

Gerne senden wir Ihnen unsere detaillierten Schulhund-RLP-Ausbildungsinformationen und unsere aktuelle Planung für den nächsten Schulhund-RLP-Kurs zu. Bitte melden Sie sich erst nach deren Durchsicht zum Eignungstest an.

Bei Interesse oder Fragen setzen Sie sich bitte direkt mit uns in Verbindung:

E-Mail: info@ths-marschall.de
Telefon: 0671-20786611

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Isabel Marschall

Als Inhaberin der Tierpsychologischen Hundeschule Marschall widme ich mich, Isabel Marschall, schon seit über 30 Jahren der Ausbildung und Erziehung von Hunden – ob Rasse oder Mix, Welpe, Junghund oder Senior, Familien- oder Problemhund spielt dabei für mich keine Rolle.

Jedes Mensch-Hund-Team wird von mir ganz individuell beraten, geführt und betreut. Dies vom Welpen bis zum anerkannten Begleithund, Therapie-Besuchs- oder Schulhund RLP.